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Osteoporose

Was ist Osteoporose?

Knochenschwund

Bei einer Osteoporose (Knochenschwund) handelt sich um eine Erkrankung der Knochen, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau und Knochenabbau, sowie Knochendichte und Knochenqualität gestört ist. Unsere Knochensubstanz unterliegt einem ständigen Auf- und Abbauprozess,dieser wird von zwei unterschiedlichen Zelltypen gesteuert. Die Osteoblasten sind für den Knochenaufbau und die Osteoklasten für den Abbau der Hartsubstanz zuständig. Bis höchstens zum 30. Lebensjahr hat die Aktivität der Osteoblasten Vorrang. Zu diesem Zeitpunkt erreicht die Knochendichte ihr Maximum (PBM=Peak Bone Mass). Danach nimmt die Dichte der Knochen langsam aber stetig ab. Kommen Frauen in die Wechseljahre, sinkt der Östrogenspiegel und es geht ein wertvoller Schutzfaktor für stabile Knochen verloren, da die weiblichen Geschlechtshormone den Aufbau der Hartsubstanz bisher positiv beeinflusst haben.

Osteoporose, Knochenschwund, natürliche Behandlung

Oft zu spät diagnostiziert

Eine Osteoporose entwickelt sich lange unmerklich, das hat zur Folge, dass die Krankheit generell zu spät diagnostiziert wird, häufig erst nach einem verdächtigen Knochenbruch. Im fortgeschrittenen Stadium können die Knochen an typischen Stellen wie z.B. Oberschenkelhals, Wirbelsäule oder Unterarm oft schon unter dem Einfluss von Alltagskräften brechen, die ein gesunder Knochen problemlos aushalten würde. Auch wenn Knochenschmerzen auftreten oder die Bewegung eingeschränkt ist, ist meist schon sehr viel Knochenmasse verloren gegangen. Schmerz bei Osteoporose, ist übrigens ein Thema, das oft vernachlässigt wird! Die Schmerzen, oft im Rücken, können dumpf, bohrend oder auch stechend und manchmal äusserst stark sein. Von Osteoporose betroffen sind nicht nur ältere Frauen, sondern zunehmend auch Männer und oft beginnt der Knochenschwund bereits im frühen Erwachsenenalter.

Primäre und sekundäre Osteoporose

Die primäre Osteoporose entsteht durch den normalen Alterungsprozess und kann durch ungeeignete Ernährung und zu wenig Bewegung zusätzlich begünstigt werden. Die sekundäre Osteoporose entsteht durch Krankheiten oder Medikamente. Am häufigsten tritt die Osteoporose bei Menschen auf, die langfristig Kortison einnehmen müssen. Aber auch Chemotherapeutika, Protonenpumpenhemmer (Magenschutz), Antiepileptika, Immunsuppressiva und Schilddrüsenhormone können eine Osteoporose begünstigen. Auch bei Nierenkrankheiten, Krebserkrankungen oder Schilddrüsenstörungen kann es zu Osteoporose kommen.

Diagnosestellung und medikamentöse Behandlung

Knochenabbau hemmen oder Knochenaufbau fördern

Um einen Verdacht auf Osteoporose zu erhärten, können eine Knochendichtemessung und Röntgenbilder dienen. Zur medikamentösen Behandlung einer Osteoporose stehen Präparate zur Verfügung, die entweder den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern. Die am häufigsten eingesetzten Osteoporose-Medikamente zählen zur Gruppe der Bisphosphonate. Diese reduzieren den Abbau von Knochensubstanz und können die Knochendichte stabilisieren. Der Behandlungserfolg ist aber nur garantiert bei einer sehr konsequenten Durchführung und korrekten Einnahme, dies in der Regel über mehrere Jahre. Eine Behandlung mit weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen) erfolgt vorwiegend bei Frauen unter 60 Jahren, die an leichten Formen der Osteoporose leiden. Östrogene sollen nach einer vorzeitigen oder regulären Menopause die Hormonmangelerscheinungen beheben und einem Verlust der Knochenmasse entgegenwirken. Auch eine medikamentöse Schmerztherapie wird häufig verordnet.

Calciumgabe nötig?

Calcium und Vitamin D3 haben sich in der Schulmedizin als Osteoporose-Basistherapie etabliert, oft werden Kombinationspräparate verschrieben. Calcium ist ein wichtiger Baustein für starke und gesunde Knochen und Vitamin D gewährleistet unter anderem den Einbau von Calcium in die Knochen. Doch immer mehr Stimmen werden lauter, die der Verabreichung von zusätzlichem Calcium widersprechen. Neuere Studien geben Hinweise darauf, dass durch eine zusätzliche Calciumeinnahme das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle steigt und dass die Calciumversorgung hierzulande sowieso ausreichend ist.

Vitamin D ist unumstritten!

Die Wichtigkeit von Vitamin D bei Osteoporose und derer Vorbeugung ist, wie bereits erwähnt, auch in der Schulmedizin anerkannt. Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist die Vorstufe von Vitamin D (Calcitriol), es wird im Körper in das aktive Vitamin D umgewandelt. Es ist wichtig für die Gesundheit der Zähne, der Knochen und der Muskulatur. Es reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt, steuert die Einlagerung von Calcium in die Knochen und schützt nach den Wechseljahren vor der Entmineralisierung der Knochen. Dem Vitamin D können noch unzählige weitere positive Eigenschaften zugewiesen werden. Unser Körper kann Vitamin D zwar selbst herstellen; wenn unsere Haut an der Sonne ist, wird dort Vitamin D3 gebildet, welches anschliessend zu Vitamin D umgewandelt wird. Doch die Bildung von Vitamin D3 in der Haut wird durch viele Faktoren beeinflusst, z.B. Sonnenstand, Höhe über Meer, Hautfarbe, Verwendung von Sonnencreme (bereits ab einem Lichtschutzfaktor von 8 wird die Vitamin-D3-Produktion um mehr als 97 Prozent vermindert!).

Mangel an Vitamin D ist weit verbreitet

In den Wintermonaten sind allfällige Vitamin-D-Reserven im Körper und die Nahrung die alleinigen natürlichen Quellen. Über letztere können nur ca. 20% des täglichen Bedarfs gedeckt werden. Vitamin D findet sich in einigen fettreichen Lebensmitteln, z.B. in Fettfischen, Innereien, Eiern und in begrenztem Mass auch in Milchprodukten. Man kann davon ausgehen, dass mindestens 70% der Schweizer Bevölkerung einen Mangel an Vitamin D aufweist, dies betrifft ganz speziell auch ältere Menschen. Vitamin D stärkt nicht nur die Knochen, sondern verbessert auch die Koordination, das Gleichgewicht und die Muskulatur. Deshalb sind bei einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung nicht nur die Folgen von Stürzen weniger gefährlich, sondern es kommt auch zu signifikant weniger Stürzen überhaupt! Diese Fakten sprechen sich dafür aus, dass eine zusätzliche Supplementierung mit Vitamin D sehr wichtig ist.

Osteoporose, Ernährung

Wichtige Aspekte in Vorbeugung und Behandlung

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Früchten und Beeren aus biologischem Anbau, sowie eiweisshaltige Lebensmittel, vor allem aus pflanzlicher Herkunft (z.B. Hülsenfrüchte oder Soja), bietet die nötige Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiss. Das ist entscheidend für die Gesundheit unserer Knochen und auch für die Muskulatur, ja für die Funktion des gesamten Organismus. Bei Osteoporose ist auch unbedingt auf eine genügende Zufuhr an Magnesium und Vitamin K2 zu achten, ein spezielles Augenmerk auf die Calciumzufuhr hingegen muss in unseren Breitengraden nicht gelegt werden, wir nehmen davon genügend auf. Aber eine fettreiche und salzhaltige Ernährung verschlechtert die Calciumaufnahme und ein Zuviel an Eiweiss aus tierischer Herkunft kann das Säure-Basen-Gleichgewicht durcheinanderbringen und das Auslösen von Calcium sowie Magnesium aus dem Knochen zur Folge haben. Auch Industriemehle und Zucker sind nicht zu empfehlen.

Bewegung

Regelmässige körperliche Aktivitäten und Belastung des Skeletts fördern den Knochenstoff­wechsel und festigen die Knochen. Eine regelmässige sportliche Betätigung stärkt zudem die Muskeln und verbessert die Beweglichkeit sowie den Gleichgewichtssinn. Beides vermindert wiederum die Sturz­gefahr, dadurch können die gefürchteten Knochenbrüche vermieden werden. Bewegung, Sport und Krafttraining sind deshalb bei einer Osteoporose unerlässlich und führen zu einer spürbar besseren Lebensqualität. Es werden vor allem Muskelaufbau- und Gleichgewichtsübungen empfohlen. Es eignet sich regelmässiges Spazieren, Wandern oder Nordic Walking, sowie moderates Krafttraining, eine medizinische Trainingstherapie und gezielte Gymnastik- oder Dehnungsübungen. Sportarten mit schnellen, abrupten Bewegungen, oder bei denen eine grosse Sturzgefahr besteht, sind dagegen weniger ratsam. Für ältere Menschen werden auch spezielle Anti-Sturz-Trainings zur Sturzprophylaxe angeboten, dabei wird auch die Situation im eigenen Heim angeschaut und eventuelle Stolperfallen eliminiert.

Osteoporose-bergauf laufen

Eine gesunde Ernährung und die Bedeutung von Vitalstoffen

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, die eine Versorgung mit allen für die körperliche Gesundheit wichtigen Vitalstoffen bietet, kann vielen Erkrankungen vorbeugen und den Körper bei Erkrankungen unterstützen. Da eine solche Ernährung in der heutigen Zeit kaum mehr möglich ist, können in gewissen Fällen gezielt ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel Hilfe bieten.

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