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Protein- oder Aminosäuren-Produkte? Wo liegt der Unterschied

Protein-Stoffwechsel – Stickstoffabfall

Wenn Sie Proteine essen, werden diese im Verdauungstrakt in ihre einzelnen Aminosäuren zerlegt. Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass Eiweisse vor allem Energie erzeugen, heute weiss man, dass es für Proteine einen anabolen (aufbauend) und einen katabolen (abbauend) Stoffwechselweg gibt. Beim anabolen Weg werden die Aminosäuren nur für den Proteinaufbau in den Zellen verwendet, was keine Energie freisetzt und diese Aminosäuren darum kalorienfrei sind. Beim katabolen Weg werden die Proteine „verbrannt“, wobei Energie freigesetzt wird. Stickstoff ist ein wesentlicher Bestandteil von Aminosäuren, welcher beim katabolen Stoffwechselprozess in Form von Ammoniak und Harnstoff ausgeschieden wird, man nennt dies Stickstoffabfall (90% Ammoniak, 10% Harnsäure). Je nach Art der Proteine entsteht ein erheblicher Anteil von Stickstoffabfall. Dieser muss in der Leber abgebaut und über die Nieren ausgeschieden werden, was beide Organe, insbesondere bei älteren oder kranken Menschen, stark belasten kann. Tierische Proteine haben im Schnitt zwar eine höhere Effizienz als pflanzliche, aber sie ziehen einen höheren Stickstoffabfall nach sich. Pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte oder Reis führen zu einem deutlich niedrigeren Stickstoffabfall.

Gängige Protein-Produkte

Im Handel sind unterschiedliche Protein-Produkte erhältlich. Am weitesten verbreitet sind Proteinpulver auf der Basis von Molke wie zum Beispiel das bekannte Whey-Protein. Dieses ist relativ billig, es wird aus der Flüssigkeit gewonnen, die nach der Käseproduktion übrigbleibt (Molke). Die Fitnesscenter verkaufen grosse Mengen an Proteinnahrung aus Molke für den Muskelaufbau. Molke führt nicht nur zu einem hohen Stickstoffabfall-Anteil, sondern ist auch reich an Laktose, weshalb es für Menschen mit Laktoseintoleranz nicht geeignet ist. Auch Eiweisspulver auf der Basis von Soja oder Ei werden häufig angeboten. Aber auch diese Protein-Produkte sind nicht für jeden Menschen verträglich, da sie ebenfalls einen hohen Stickstoffabfall-Anteil aufweisen und Soja wie auch Eier Inhaltstoffe sind, auf die viele Menschen allergisch reagieren.

Eine Alternative

Ein Protein-Produkt aus Reisproteinisolat ist eine gute Alternative zu den gängigen Proteinpulvern. Es wird aus Naturreis hergestellt und enthält etwa 80 % reines Protein von guter biologischer Wertigkeit. Ein hochwertiges Produkt, welches aus fermentiertem Reis hergestellt wird, enthält alle essenziellen Aminosäuren und hat darüber hinaus einige wesentliche Vorteile. Es ist allergiearm, gut verträglich und auch für Veganer geeignet. Einige Hersteller entscheiden sich dazu, ihrem Reisproteinpulver Erbsenprotein beizufügen, um das Reisprotein vollwertiger zu machen und aufzuwerten. Erbsenprotein enthält Lysin, eine Aminosäure, die im Reis nur in geringen Mengen vorkommt. Auch bei Reis und Erbsen muss jedoch beachtet werden, dass ein gewisser Stickstoffabfall-Anteil normal ist.

Protein aus Vollkornreis

Empfehlenswerte Produkte

Produkt mit hydrolisierten Aminosäuren

Die hochwertigste Form der Proteinzufuhr ist die Einnahme von hydrolisierten essenziellen Aminosäuren (EAA) nach dem Master Amino Acid Pattern (MAP). Für Menschen mit chronischen Erkrankungen (insbesondere von Darm, Leber und Nieren), alte Menschen, Allergiker und für Spitzensportler/- innen, bzw. sportlich sehr engagierte Menschen ist deshalb ein solches Präparat zu empfehlen. Es handelt sich um ein spezielles Verhältnis der essenziellen Aminosäuren, das eine optimale Aufnahme ermöglicht. Die Aminosäuren liegen bereits aufgespalten (hydrolisiert) vor und stehen dem Körper rasch (in weniger als 30 Minuten) zur Verfügung, es ist praktisch frei von Stickstoffabfall und da es sich um hydrolisierte Aminosäuren und nicht um Proteine handelt, können auch keine Allergien ausgelöst werden. Es handelt sich um ein veganes Nahrungsergänzungsmittel in Form von Presslingen, das aus Hülsenfrüchten gewonnen wird.

Protein-Produkt

Jüngere, gesunde Menschen, die gerne ihre Proteinaufnahme ergänzen möchten, für die der Preis jedoch eine grosse Rolle spielt, können auch ein veganes Proteinpulver aus Reis- und Erbsenprotein verwenden. Unter der Bezeichnung Reisprotein wird ein spezielles Protein-Isolat verstanden, welches in einem speziellen Verfahren aus ungeschältem, braunen Vollkornreis hergestellt wird. Der Reis wird zum Keimen gebracht, wodurch sich der Gehalt an gewissen Vitalstoffen (z.B. Vitamine und Antioxidantien) erhöht. Zur Gewinnung des Reisproteins wird die Stärke entfernt und die Proteine fermentiert. Durch die Fermentation erhöht sich die biologische Wertigkeit, denn einfaches Reisprotein enthält nicht alle essenziellen Aminosäuren, doch durch die Fermentation kann der Gehalt an lebenswichtigen Aminosäuren auf 80 % erhöht werden. Weiter enthält ein gutes Produkt Kreatin, L-Carnitin, die B-Vitamine B2, B6 und B12 und ist fettarm sowie zuckerfrei. Es ist jedoch zu beachten, dass es sich um ein Protein-Produkt handelt und nicht um bereits hydrolisierte Aminosäuren.