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Kollagen – Schönheit und Stabilität von innen

Es gilt vor allem unter Frauen als „Beauty-Geheimnis“, da es Hautelastizität und Spannkraft unterstützt. Es bietet aber weit mehr – als häufigstes Strukturprotein im menschlichen Körper sorgt es nicht nur in der Haut für Festigkeit und Stabilität, sondern auch in Bindegewebe, Knorpeln, Sehnen und Muskeln. Gerade bei Frauen ab 40 rückt Kollagen in den Fokus, da sich der Stoffwechsel spürbar verändert und die körpereigene Produktion ab diesem Alter zunehmend abnimmt. Es ist nicht ganz einfach, über die Ernährung genügend Kollagen aufzunehmen, weshalb viele Frauen auf der Suche nach hochwertiger Nahrungsergänzung mit Kollagen sind.

Kollagen – das unsichtbare Gerüst unseres Körpers

Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im menschlichen Körper und macht etwa ein Drittel aller Eiweisse aus. In der Haut sorgt es für Festigkeit und Elastizität und gilt deshalb gerade bei Frauen über 40 als Beauty-Formel. Doch seine Bedeutung reicht weit über die Haut hinaus: Kollagen steckt im Bindegewebe, in Faszien, Knochen, Knorpeln, Sehnen, Bändern und Muskeln. Dort verleiht es Geweben Stabilität, Belastbarkeit und Beweglichkeit.

Die charakteristische Tripelhelix-Struktur – drei spiralförmig gewundene Polypeptidketten – macht Kollagenfasern extrem zugfest, gleichzeitig aber kaum dehnbar. So stützen sie Knorpel in Gelenken, geben Gewebe Halt und tragen zur Knochengesundheit bei. Bislang sind mindestens 28 verschiedene Kollagenarten bekannt, die jeweils unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Als typisches Strukturprotein kommt Kollagen ausschliesslich bei vielzelligen Tieren und beim Menschen vor und ist unverzichtbar für die Stabilität unseres Körpers.

Damit zeigt sich: Kollagen wirkt wie ein inneres Gerüst, das den gesamten Körper stützt und in seiner Funktion erhält. Der Name leitet sich übrigens vom griechischen kolla (Leim) ab – ein passendes Bild, denn es wirkt wie ein natürlicher „Klebstoff“, der alles zusammenhält.

Kollagen, ein wichtiges Strukturprotein, das wie ein inneres Gerüst im Körper wirkt.

Kollagenbildung im Körper

Unser Körper ist in der Lage, Kollagen selbst zu bilden – sofern er über die notwendigen Bausteine verfügt. Besonders wichtig sind dabei die Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Für die körpereigene Kollagensynthese spielen ausserdem Vitamin C, Vitamin A sowie Mineralstoffe wie Zink und Kupfer eine bedeutende Rolle. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Neubildung, das zeigt sich äusserlich an Veränderungen der Haut und kann sich auch im Bindegewebe und in den Gelenken bemerkbar machen. Schätzungen zufolge kann der Kollagengehalt im Körper ab dem 60. Lebensjahr um bis zur Hälfte zurückgehen.

Schönheits-Protein und vieles mehr

Ab dem 40. Lebensjahr verändert sich der Stoffwechsel spürbar – auch die körpereigene Produktion von Kollagen nimmt nach und nach ab. Dies kann sich in mehrfacher Hinsicht auswirken:

  • Haut: Der Verlust von Elastizität führt zu mehr Fältchen und trockenerer, fahlerer Haut.
  • Knochen: Mit sinkendem Kollagenanteil kann das Risiko für abnehmende Knochendichte und Osteoporose steigen. Bei Frauen mit tiefen Östrogenspiegeln in den Wechseljahren verschärft sich das Risiko, da auch Östrogen wichtig für die Knochengesundheit ist.
  • Gelenke und Knorpel: Weniger Kollagen kann zu Steifigkeit oder Schmerzen bei Belastung führen.
  • Bindegewebe: Ein schwächeres Kollagengerüst begünstigt Gewebeerschlaffung, Cellulite oder Krampfadern.
Eine Person mit langem, hellbraunem Haar und einem cremefarbenen Pullover steht in einem Feld, von der Kamera abgewandt, und strahlt in ihrer entspannten Haltung eine kollagene Vitalität aus. Der unscharfe Hintergrund ist herbstlich.

Kollagen in der Ernährung

Das Strukturprotein kommt ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln vor – vor allem in festen, bindegewebsreichen Strukturen, die heute häufig nicht mehr auf den Teller gelangen. Früher war es selbstverständlich, nahezu alle Teile eines Tieres zu verwerten: Sehnen, Bänder, Haut, Organe, ja sogar Füsse, Schwänze und Ohren. Eine traditionelle und bis heute bewährte Quelle ist die Knochenbrühe. Sie setzt das im Gewebe enthaltene Kollagen jedoch erst nach stundenlangem Köcheln frei.

Ein pflanzliches Pendant hingegen gibt es nicht. Wenn man sich rein pflanzlich ernährt, sollte man seinen Körper gezielt unterstützen, indem man auf eine gute Versorgung mit den Nährstoffen achtet, die für die körpereigene Kollagenbildung wichtig sind (z.B. Vitamin C, Vitamin A sowie Mineralstoffe wie Zink und Kupfer).

Kollagen als Nahrungsergänzung

Kollagen kann vielseitig eingesetzt werden und auf natürliche Weise verschiedene Aspekte von Körper und Wohlbefinden unterstützen:

  • Haut, Haare und Nägel: Es unterstützt Spannkraft, Elastizität und Widerstandsfähigkeit der Haut und kann das Erscheinungsbild von Haut, Haaren und Nägeln positiv beeinflussen.
  • Beweglichkeit und Struktur: Als wichtiger Baustein von Muskeln, Faszien, Sehnen, Bändern und Gelenken sorgt Kollagen dafür, dass diese Strukturen fest verbunden und beweglich bleiben.
  • Muskelunterstützung: Kollagen stärkt die Muskulatur und unterstützt den Körper bei der Bewegung.
  • Allgemeines Wohlbefinden: Die Bausteine des Kollagens können vom Körper für viele Gewebe genutzt werden und tragen zu einem Gefühl von Elastizität, Vitalität und Stabilität bei.

Welches Kollagen wird empfohlen?

Am besten eignet sich Kollagen von Tieren aus Weidehaltung in Form von Hydrolysat. Dabei handelt es sich um Kollagen, das enzymatisch in kleine Peptide aufgespalten wurde, sodass es vom Körper leichter aufgenommen und verwertet werden kann. Weitere wertvolle begleitende Inhaltsstoffe sind Hyaluronsäure, Elastin, Silicium, Hirse, Zink, Kupfer oder Bierhefe, welche das Kollagen unterstützen und das Gesamtprofil abrunden.

Profilbild von Isabel Lüdi

Isabel Lüdi

Interessiert sich als Pflegefachfrau für medizinische Themen und als naturverbundene Person für eine natürliche Medizin, die auf wissenschaftlich geprüften Naturstoffen beruht. Autorin mehrerer Bücher. Textet bei kingnature leidenschaftlich gern. Lebt mit ihrer Familie in Wädenswil und hält sich am liebsten draussen auf.

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